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Bewerbung und Karriere



Den Lebenslauf nach aktuellem Standard gestalten

Neben dem Bewerbungsanschreiben ist der Lebenslauf das wichtigste Dokument Ihrer Bewerbung. Viele Personalverantwortliche betrachten diesen deshalb häufig zuerst. Erst wenn der Blick auf den Lebenslauf zur Zufriedenheit ausfällt, lesen sie auch das Anschreiben. Doch wie gestaltet man den Lebenslauf heute nach aktuellem Standard? In den letzten Jahren haben sich hier einige Veränderungen ergeben.


Heutiger Standard: der amerikanische Lebenslauf

Heute verwendet man in der Regel den sogenannten "Amerikanischen Lebenslauf". Was ist daran anders als beim klassischen Lebenslauf? Zunächst einmal ist die Struktur des Lebenslaufs eine andere. Nach dem Block "Persönliche Daten" beginnen Sie nicht mit der Schulbildung, sondern mit dem Block "Beruflicher Werdegang".

An dem ist der Personalchef zuerst interessiert, da er erkennen lässt, ob der Bewerber von seiner Berufserfahrung her überhaupt für die ausgeschriebene Stelle in Frage kommt. Außerdem beginnen Sie beim beruflichen Werdegang nicht in der Vergangenheit, sondern mit der Gegenwart und arbeiten sich dann langsam zurück. Das gilt für den gesamten Lebenslauf. Somit findet der Personalchef oben auf der ersten Seite des Lebenslaufs alle für ihn besonders wichtigen Daten.


Zur aktuellen Länge des Lebenslaufs

Der aktuelle Lebenslauf darf ein bis maximal drei Seiten lang sein. Nur in Ausnahmefällen, beispielsweise bei einem Manager in den Fünfzigern, der sehr viele berufliche Stationen hatte, darf er länger sein. Im gewerblichen Bereich reicht auch eine Seite.


Verwenden Sie eine Tabelle für Ihren Lebenslauf

Für Ihren Lebenslauf empfehlen wir Ihnen eine zweispaltige Tabelle, in der Sie links die zeitlichen Daten und rechts die berufsbezogenen Ereignisse wie Ausbildungsstätten und Arbeitsstationen eintragen. Eine solche Tabelle kann leicht ergänzt werden und man kann sie beim Ausdruck ausblenden, sodass sie nicht erkennbar ist. Wenn Sie bei der Tabelle mit Tabulatoren arbeiten, können Sie große Schwierigkeiten bekommen, wenn Sie den Lebenslauf nachträglich ändern wollen.


Überschrift im Lebenslauf

Als Überschrift sollte über dem Lebenslauf entweder Lebenslauf oder Curriculum Vitae oder Résumé stehen. Dabei sollte die Überschrift durch Fettdruck hervorgehoben werden. Bei Bewerbungen im gewerblichen Bereich schreibt man eher Lebenslauf, Akademiker wählen besser Curriculum Vitae und bei internationalen Bewerbungen schreibt man eher Résumé.


Teilen Sie Ihren Lebenslauf in übersichtliche Blöcke ein

Es ist empfehlenswert, den Lebenslauf in übersichtlichen Blöcken zu gliedern. Beginnen Sie bei den "Persönlichen Daten", dann kommt die Rubrik "Beruflicher Werdegang", dann eventuell die Rubrik "Praktika", dann "Studium", gegebenenfalls "Wehrdienst", dann der Block "Ausbildung", gefolgt von "Schulbildung" , dann eventuell ein Block "Auslandsaufenthalt" und schließlich der Block "Besondere Kenntnisse und Qualifikationen".

Der Lebenslauf schließt mit dem Block "Außerberufliches Engagement" ab, der ein "Kann", keinesfalls ein "Muss" ist. Hobbys und persönliche Interessen können hier, müssen aber nicht angegeben werden. Es gilt die Empfehlung, nur solche Aktivitäten anzugeben, die auch irgendetwas mit Ihrem Beruf zu tun haben. Wenn Sie beispielsweise im Sportverein ein Traineramt ausüben, sammeln Sie dadurch Führungserfahrung. Geben Sie dagegen an, dass Sie gerne lesen, verleihen Sie sich damit eher ein Nullprofil.


Worauf Sie unbedingt achten sollten

Geben Sie in der Rubrik "Persönliche Daten" bitte unbedingt eine seriöse E-Mail-Adresse an. Der Beruf der Eltern sowie die Konfession gehören heute nicht mehr in den Lebenslauf. Für die Konfession gibt es allerdings eine Ausnahme: Nämlich dann, wenn Sie sich bei einem kirchlichen Arbeitgeber bewerben.

In der Rubrik "Beruflicher Werdegang" geben Sie bitte nicht nur Ihre Position und den jeweiligen Arbeitgeber an, sondern auch in drei bis fünf Stichpunkten den Schwerpunkt Ihrer jeweiligen Tätigkeit. Bei "Schulbildung" brauchen Sie nur Ihren höchsten Abschluss anzugeben. Wo Sie zur Grundschule gegangen sind, will niemand wissen.

In der Rubrik "Sonstige Kenntnisse und Qualifikationen" können Sie unter anderen Weiterbildungen anführen sowie Fremdsprachen- und Computerkenntnisse. Bitte geben Sie dabei auch an, wie gut Ihre jeweiligen Kenntnisse sind. Das Spektrum reicht von Grundkenntnissen über gute oder sehr gute Kenntnisse bis zu verhandlungsssicheren Kenntnissen.

Das Bewerbungsfoto gehört auf das Deckblatt, wenn Sie eins verwenden. Sonst rechts oben auf den Lebenslauf. Am Ende wird der Lebenslauf mit Ort und aktuellem Tagesdatum persönlich unterschrieben.