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Bewerbung und Karriere



Die verschiedenen Phasen eines Vorstellungsgesprächs

Im Vorstellungsgespräch gibt es verschiedene Gesprächsphasen. Was ist der Zweck jeder Phase und wie macht man als Bewerber einen möglichst guten Eindruck? Wo kann man leicht stolpern und wie vermeidet man nach Möglichkeit den Tritt ins Fettnäpfchen?


1. Begrüßung und Gesprächsbeginn

Stellen Sie sich mit vollem Namen vor, sehen Sie dabei Ihrem Gegenüber in die Augen und lächeln Sie. Erfolgt die Begrüßung zusätzlich mit dem Reichen der Hand, achten Sie unbedingt darauf, dass Ihr Händedruck weder zu fest noch zu lasch ist.

Nun werden Sie gebeten, Platz zu nehmen und es beginnt unter Umständen ein kleiner Smalltalk mit Fragen zu Ihrer Anreise etc. Ziel dieser Phase ist, einen Gesprächsanfang zu finden und gegenseitig einen ersten Eindruck zu erlangen: Ist mein Gegenüber mir eher sympathisch oder unsympathisch? Und lehnen Sie besser nicht ab, wenn Ihnen etwas zum Trinken angeboten wird, es sei denn. es handelt sich um ein alkoholisches Getränk.


2. Bewerbungsmotive und Leistungsmotivation

Hier geht es unter anderem darum herauszufinden, warum Sie sich beworben haben. Suchen Sie händeringend einen Job oder haben Sie das Unternehmen bewusst und gezielt ausgesucht? Wenn ja, was waren die Gründe hierfür? Hier sollten Sie glaubhaft deutlich machen, weshalb Sie bei diesem Unternehmen arbeiten möchten und bei keinem anderen.


3. Ihr Berufsweg

Hier sollten Sie eine ca. 3-minütige Fassung Ihres Lebenslaufes abliefern. Rechnen Sie mit Nachfragen, warum Sie damals von Firma A zu Firma B und dann zu Firma C gewechselt sind. Und überlegen Sie sich eine plausible Antwort auf die Frage, warum Sie Ihren jetzigen Beruf ergriffen haben.


4. Ihr persönlicher Hintergrund

Was für einen persönlichen, familiären und sozialen Hintergrund haben Sie? Dafür interessiert sich Ihr potenzieller Arbeitgeber oft sehr. Es geht unter anderem darum, aus welchem Stall Sie kommen und was Ihr(e) Lebensgefährt/e(in) beruflich macht. Zwar geht es den Arbeitgeber nichts an, aber er ist oft neugierig.


5. Fragen zur Gesundheit

Zulässig ist nur die Frage, ob Sie an einer Erkrankung leiden, die Ihre Arbeit im neuen Job behindert oder unmöglich macht. Aber häufig müssen Sie ein ganzes Sammelsurium an Fragen zur Gesundheit beantworten. Übrigens dürfen Sie bei unerlaubten Fragen auch mit einer Notlüge antworten. Ihr Arbeitsvertrag kann deshalb später nicht angefochten werden.


6. Berufliche Kompetenz und Eignung

Hier will man herausfinden, ob sie über genügend berufliche Kompetenz und Erfahrung verfügen, um die ausgeschriebene Stelle erfolgreich besetzen zu können. Hier müssen Sie mit Detailfragen rechnen. Auch sollten Sie sich besser vorher über die neuesten Entwicklungen und Strömungen in Ihrem Fach informiert haben.


7. Informationen für den Bewerber

Kommen Sie für die Stelle in Frage, erhalten Sie nun Informationen über die zu besetzende Stelle und die Firma. Was für Baustellen gibt es dort und an welchen Projekten wird gearbeitet? Sie hören aufmerksam zu und praktizieren aktives Zuhören, indem Sie zum Beispiel öfter zur Bestätigung des Gesagten nicken oder kurze Kommentare abgeben wie "sehr interessant" etc. Die Länge der Ausführungen lässt in etwa das Interesse an Ihnen erkennen.


8. Arbeitskonditionen

Irgendwann im Laufe des Gesprächs wird auch über Geld geredet. Schließlich wollen Sie doch wissen, wie viel Sie bei dieser Firma auf dieser Stelle verdienen werden? Fragen Sie an dieser Stelle noch nicht nach Details wie der Anzahl der Urlaubstage etc. Und verkaufen Sie sich nicht unter Wert. Hier ist im Vorfeld eine ausführliche Internet-Recherche erforderlich.


9. Fragen des Bewerbers

Einen klugen Bewerber erkennt man an seinen klugen Fragen. Natürlich haben Sie Fragen, natürlich haben Sie diese gründlich vorbereitet. Bringen Sie mindestens drei Fragen mit, die Sie vorsichtshalber auf einem mitgebrachten Zettel notiert haben. Nur für alle Fälle, falls Sie aus Nervosität die Fragen vergessen sollten. Dabei kann es beispielsweise um die Einarbeitung gehen oder um die Unterstützung des neuen Arbeitgebers bei der Weiterbildung. Man wird Ihre Fragen zu schätzen wissen. Keine Fragen zu haben signalisiert Desinteresse Ihrerseits. Das wäre nicht gut für einen positiven Verlauf des Gesprächs.


10. Gesprächsende und Abschied

Möglicherweise werden Sie aufgefordert, noch einmal zusammenzufassen, was für Sie spricht und was gegen Sie. Eine gute Gelegenheit, noch einmal Ihre Stärken zu betonen. Treffen Sie zudem bitte eine Vereinbarung darüber, bis wann Sie Nachricht darüber erhalten, wie sich das Unternehmen entschieden hat, bevor das Gespräch zu Ende ist. Dann können Sie nachhaken, wenn der vereinbarte Termin verstrichen ist und Sie noch nichts gehört haben.

Übrigens bedarf ein Vorstellungsgespräch einer guten Vorbereitung. Sowohl auf die Firma, bei der Sie sich vorstellen als auch auf die Fragen, die Sie erwarten. Es gibt Fragenkataloge und Sie tun gut daran, vorab zu überlegen, was Sie auf die eine oder andere Frage antworten könnten. Dazu gehört unter anderen die Frage: "Warum sollten wir gerade Sie einstellen?" Bei guter Vorbereitung bringen Sie solche Fragen nicht aus dem Konzept.