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Wer keine Steuererklärung einreicht, verschenkt Geld

Rund ein Drittel der deutschen Arbeitnehmer reicht beim Finanzamt keine Steuererklärung ein. Dabei ist den meisten Menschen nicht bewusst, dass sie damit unter Umständen auf viel Geld verzichten. Laut Statistischem Bundesamt erhalten fast 90 Prozent der Steuerpflichtigen eine Steuerrückerstattung. Immerhin werden dabei durchschnittlich 875 Euro pro eingereichter Steuererklärung zurückgezahlt.

Wie kann die Steuererklärung erleichtert werden?

Viele Menschen machen keine Steuererklärung, weil sie befürchten, mit den Formularen der Steuerbehörde nicht zurecht zu kommen. Mittlerweile gibt es im Handel verschiedene Arten von Steuersoftware, die bei der Steuererklärung eine große Hilfe sind. Diese elektronischen Helfer erklären das Ausfüllen Schritt für Schritt und weisen auf Fehler hin. So können Sie Ihre Steuererklärung in kurzer Zeit online erstellen. Manche der Programme berechnen sogar, wie viel Rückerstattung erwartet werden kann.

Ist jeder zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet?

Nicht jeden trifft die Verpflichtung, eine Steuererklärung zu machen. Wer als Arbeitnehmer tätig ist, braucht sich um die Steuerzahlungen nicht selbst zu kümmern. Der Arbeitgeber leitet automatisch jeden Monat einen Teil vom Lohn als Einkommensteuer ans Finanzamt ab. Dennoch kann eine Pflicht zur Steuererklärung bestehen, was als Veranlagungspflicht bezeichnet wird. Eine solche besteht unter anderem, wenn:

  • zum Arbeitslohn weitere Einkünfte (beispielsweise aus Vermietung oder wegen Rentenzahlungen) bestehen, die mehr als 410 Euro im Jahr ausmachen.
  • von mehreren Arbeitgebern zur gleichen Zeit Lohnzahlungen stattfinden (Beispiel Multijobber).
  • nach einer Scheidung einer der Ehepartner im selben Jahr wieder heiratet.
  • das Finanzamt beispielsweise für Fahrtkosten zur Arbeit oder aufgrund von Kinderbetreuungskosten, einen Freibetrag bewilligt. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Arbeitnehmer als Single mehr als 11.000 Euro beziehungsweise Ehepaare mehr als 20.900 Euro im Jahr verdienen.

Steuererklärung auch ohne Veranlagungspflicht?

Auch wenn eigentlich keine Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung besteht, empfehlen Experten eine solche beim Finanzamt einzureichen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Arbeitnehmer, Studenten, Auszubildende oder Rentner handelt. Es bestehen in der Regel gute Chancen, eine Steuerrückerstattung zu erhalten. Daher sollte jeder Steuerpflichtige unbedingt eine Steuererklärung einreichen.

Wann lohnt sich eine Steuererklärung auf jeden Fall?

Die Abgabe einer Steuererklärung sollte insbesondere dann eingereicht werden, wenn:

  • hohe Werbungskosten, Sonderzahlungen oder außergewöhnliche finanzielle Belastungen bestehen.
  • ein Geringverdiener eine zweite Berufsausbildung macht. Hier kann ein sogenannter Verlustvortrag gebildet werden und das daraus entstehende Minus vom Finanzamt steuersenkend berücksichtigt werden.
  • sich die Höhe des Arbeitslohns während eines Kalenderjahres mehrmals ändert
  • die Steuerklasse in einem Jahr (beispielsweise wegen Heirat) geändert wird

Die freiwillige Steuererklärung kann bis zu vier Jahre nachträglich an das Finanzamt geschickt werden. Eine normale Steuererklärung hingegen ist an bestimmte Fristen gebunden.

Hinweis: Eine Steuererklärung, die ohne eine entsprechende Verpflichtung eingereicht wird, wird als Antragsveranlagung bezeichnet.