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Was soll ich nur werden?
22 außergewöhnliche Beispiele für Berufe

Krankenschwester, Versicherungskaufmann, Mechatroniker – all das sind alltägliche Berufe, die jeder kennt und bei denen das Aufgabengebiet recht eindeutig ist. Es gibt aber auch Berufe, von denen nicht schon jeder gehört hat. Entweder weil diese weniger gefragt sind, sich im Wandel der Zeit neu entwickelt haben oder einen wirklich kuriosen Charakter aufweisen. Manche von ihnen folgen dem Motto „irgendwer muss es ja machen“, bei anderen fragt man sich, wer die Tätigkeit wohl jemals zum Beruf auserkoren hat.

Drahtzieher

Der Drahtzieher ist keineswegs der Initiator allen Übels, der die Fäden geschickt in der Hand hält, sondern ein richtiger, anerkannter Ausbildungsberuf. Drahtzieher lernen die Herstellung von Drähten und Kabeln, die in der Industrie zur Stabilisierung oder aufgrund ihrer Leiteigenschaften gebraucht werden – z. B. beim Bau der Golden Gate Bridge: Ganze 129.000 Kilometer Draht kamen hier zum Einsatz. Das „Ziehen“ der Drähte aus dem Ausgangsmaterial erfolgt zwar vollautomatisch, aber dennoch muss der Prozess überwacht werden, um im Zweifel die Qualität durch die Zugabe von Chemikalien zu verbessern. Nach der zweijährigen Ausbildung lockt ein Gehalt ab etwa 1.900 Euro brutto im Monat, ein Meister erhält zwischen 2.500 und 4.300 Euro – eine Weiterbildung lohnt sich also.

Croupier

Spielbank

Jeder, der schon mal im Casino war oder einen Film angeschaut hat, in dem eine Spielbank Handlungsort ist, kennt einen Croupier. Die fein gekleideten Herren und Damen sitzen hinter den Roulette-, Black Jack- und Pokertischen und vertreten gegenüber den Gästen die Bank. Damit stehen sie in einem Spannungsfeld zwischen der Autorität der Bank und der Sympathie der Gäste, die sie nicht verlieren dürfen – Einfühlungsvermögen ist also das A und O – neben einem tadellosen Erscheinungsbild und einer entsprechend makellosen Etikette.

Gefragt sind außerdem ein höfliches, gelassenes und sicheres Auftreten, die Kontaktfähigkeit sowie Spuren eines Entertainers, da es stets auch darum geht, Gäste möglichst lange am Tisch zu halten. Wer nicht hervorragend Kopfrechnen kann und nicht über ein außergewöhnliches Zahlengedächtnis verfügt, braucht sich in der Regel bei Casinos gar nicht erst für die vier- bis achtmonatige Ausbildung bewerben. Nur wenige Bewerber bestehen am Ende auch die Abschlussprüfung, wiederum nur ein Teil davon hält den Arbeitsbelastungen stand und verbleibt dauerhaft in dem Beruf.

Die Bezahlung von Croupiers erfolgt nach einem sehr eigenen Tarifsystem: Neben einem Mindestgehalt, das je nach Spielbank und der Position des Croupiers variiert, besteht der maßgebliche Teil des Gehalts aus den sogenannten Tronc-Geldern – das Trinkgeld, das die Gäste den Croupiers im Falle eines Gewinns überlassen.

Drogenspürhund-Service

Was zunächst wie eine Außenstelle der örtlichen Polizei klingt, ist ein privater Dienst, an den sich Eltern wenden können, wenn sie Sorge haben, dass der Nachwuchs auf die schiefe Bahn gerät. Der Dienstleister kommt auf Anfrage mit seinem vierbeinigen Schnüffler vorbei – der dann das Kinderzimmer auf Drogen hin untersucht. So etwas Kurioses gibt es nicht in Deutschland? Weit gefehlt. In Krefeld bietet ein Hundeführer diesen Service für 45 Euro an – eine ganze Wohnung mit etwa 120 m² sucht der Vierbeiner für 95 Euro ab. Sicherlich finden sich bald schon berufliche Nachahmer.

Erschrecker

Der eine oder andere kennt den Besuch auf dem Jahrmarkt in der Geisterbahn und den Moment, an dem das Herz in die Hose rutscht, weil plötzlich ein lebendes Monster aus dem Nichts auftaucht. Professionelle Erschrecker treiben sich in Geisterbahnen und Gruselkabinetten rum, verkleiden sich als Mumien, Vampire, Monster oder Zombies und warten so lange auf vorbeilaufende Besucher, bis sie im richtigen Moment scheinbar aus dem Nichts treten und diesen mit lautem Gepolter das Fürchten lehren. Für das richtige Outfit sorgen die Maskenbildner. Menschen, die andere Menschen mit ihrer Tätigkeit glücklich machen möchten und freudige Anerkennung wünschen, sollten sich jedoch einen anderen Job suchen.

Food-Stylist

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Was mittlerweile ein beliebtes Hobby ist, machen Food-Stylisten hauptberuflich: das Arrangieren und Fotografieren von Mahlzeiten. Quelle: www.fotolia.com © Rido #111136989

Das Auge isst stets mit. Während der Koch im Restaurant deshalb dafür sorgt, dass das Essen auf dem Teller möglichst anschaulich angerichtet ist, kümmert sich für Werbespots, Kochbücher oder Filme ein Food-Stylist um den Job. Damit Lebensmittel möglichst schmackhaft aussehen und den potenziellen Kunden direkt in den Supermarkt locken, bedarf es einiger Tricks. Manchmal fertigen die Profis auch einfach Dummies an. Deshalb haben Köche, Konditoren und Ernährungswissenschaftler ganz gute Einstiegschancen – wobei auch ein Mindestmaß an fotografischem Talent sicher kein Fehler ist und auch ein gutes Gespür für Farben und Formen ist wichtig. Da es manchmal lange dauern kann, bis alle vom Ergebnis gleichermaßen begeistert sind, ist auch eine gute Portion Geduld nicht verkehrt. Mit rund 80 Food-Stylisten, die sich in Deutschland um die Verschönerung von Speis und Trank kümmern, ist das Berufsfeld durchaus überschaubar.

Glasaugenmacher

Im Fachjargon heißt der Glasaugenmacher Ocularist. Sein Job ist die Herstellung von Augenprothesen für Menschen, die ihr Auge aus unterschiedlichen Gründen verloren haben. Zwar kann man mit einem Glasauge nichts sehen, aber es soll so natürlich wie möglich wirken. In einer sechsjährigen Ausbildung lernen die angehenden Ocularisten eine Mischung aus medizinischen Kenntnissen, handwerklichen Fertigkeiten und dem richtigen Umgang mit den Kunden.

Glückskeksautor

Seit Urzeiten gehören Glückskekse als Abschluss zu einem chinesischen Essen dazu. Doch wer schreibt die sinnvollen Weisheiten der vielen Kekse? Dafür gibt es spezielle Autoren. Neben der Firma Wonton Food, die als Marktführer im Bereich der Glückskeksproduktion gilt, denken sich noch weitere Autorenteams schlaue Sprüche aus. Fast niemand weiß, dass die Tradition der Glückskekse nicht aus China, sondern aus Japan stammt.

Golfball-Taucher

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Auf jedem Golfplatz gibt es das eine oder andere Wasserhindernis. Gerade Amateur-Golfer versenken versehentlich den einen oder anderen Ball im kühlen Nass. Das macht sich der Golfball-Taucher zunutze: Er steigt in die Gewässer hinab auf der Suche nach den verlorenen Bällen – die dann aufpoliert und zum Schnäppchenpreis weiterverkauft werden. Was nach einem eher langweiligen Job klingt, erfordert nicht nur gute Tauchkenntnisse, sondern auch eine gehörige Portion Fitness: In den Gewässern gibt es zahlreiche Schlingpflanzen, die dem Taucher schnell zum Verhängnis werden, wenn er sich darin verfängt.

Graveur

Ob Oscar oder Wanderpokal – überall ist eine Gravur enthalten, die daran erinnert, wofür der Preis verliehen wurde. Verantwortlich ist dafür ein Graveur, der Inschriften aller Art mit höchster Präzision anfertigt, oder zumindest weiß, wie er die VNC-Fräse exakt einstellen muss. Neben gestalterischen Fähigkeiten ist handwerkliches Geschick erforderlich, ebenso wichtig ist die Liebe zum Detail und der Präzision. Wer diese Eigenschaften mitbringt, hat beste Voraussetzungen für die dreijährige Ausbildung.

Industriekletterer

Klettern ist aktuell ziemlich im Trend. Der Freizeitsport hat jedoch wenig mit professionellen Industriekletterern zu tun. Diese führen in großen Höhen Montage-, Wartungs- und Reinigungsarbeiten an Fassaden, Brücken, Kirchen oder Windkraftanlagen aus. Der Job ist eine Weiterbildung für Gebäudereiniger, Handwerker und Techniker, die im wahrsten Sinne des Wortes hoch hinaus wollen. In mehrtägigen Kursen lernen die Aspiranten die notwendigen Klettertechniken und alle wichtigen Details zum Arbeitsschutz. Unbedingte Einstellungsvoraussetzung: Schwindelfreiheit.

Lacklaborant

Ob Küchenschrank, Auto oder Fahrrad: Zahlreiche Oberflächen sind zum Schutz mit Lack überzogen. Den stellt ein Lacklaborant her. Im Labor ist er mit dem Formulieren, Herstellen, Auftragen und Prüfen von Beschichtungsstoffen und -systemen für alle möglichen Arten von Oberflächen betraut. Zudem lernen Lacklaboranten, wie man die unterschiedlichen Lacke am besten aufträgt, welche Härtungseigenschaften sie haben und was zum Korrosionsschutz beiträgt. Weil jede Menge chemische Kenntnisse gefragt sind und es ein breites Spektrum unterschiedlicher Lacke auf der Welt gibt, dauert die Ausbildung 3,5 Jahre, gefragt sind neben mathematischen und chemischen Kenntnissen vor allem Sorgfalt und Genauigkeit.

Lebende Vogelscheuche

Hier geht es nicht um eine ausgestopfte Strohpuppe, die auf dem Feld steht, um die Krähen zu vertreiben, sondern um einen Beruf, der sich offiziell Fachkraft für biologische Flugsicherheit nennt. Der Einsatzort dieser lebenden Vogelscheuchen ist der Flughafen, wo er dafür sorgt, dass Vögel sich bestenfalls gar nicht erst ansiedeln. Vögel sind für den Flugverkehr extrem gefährlich: Gerät ein Schwarm in die Turbine des Flugzeugs, kann dies zum Absturz, bestenfalls einer Notlandung führen. Entsprechend verantwortungsvoll muss der Job durchgeführt werden.

Pilzberater

pilzberatung
Jährlich sterben Hobby-Pilzsammler, weil sie die falschen Pilze gegessen haben, die ihren essbaren Verwandten teilweise zum Verwechseln ähnlichsehen. Damit das nicht passiert, berät der Pilzsachverständige Privatpersonen zur Essbarkeit von Pilzen. Daneben gehören auch Kontrollen auf Märkten, Vorträge und Exkursionen rund um den Pilz zu den Aufgabenbereichen des Pilzsachverständigen. Neben jeder Menge Fachwissen gehört deshalb die Kompetenz, gut mit Menschen umgehen zu können, zu den Einstellungsvoraussetzungen. Die Ausbildung und die abschließende Prüfung werden durch die Deutsche Gesellschaft für Mykologie durchgeführt.

Professioneller Ansteher

Auf professioneller Ebene vermittelt eine Linestanding-Agentur in den USA die Ansteher, die sich vorrangig für Anwälte, Lobbyisten und Politiker in die Schlange stellen, um einen Platz bei öffentlichen Kongresssitzungen zu ergattern. Doch auch hier in Deutschland gab es schon das ein oder andere Mal derartige Angebote – z. B. als die MoMA-Ausstellung im Jahr 2004 in Berlin gastierte. Bei Wartezeiten von bis zu 12 Stunden lohnte es sich durchaus, einen Platzhalter zu engagieren. Bezahlt ist der Job wie ein durchschnittliches Studentenjob-Gehalt, doch gibt es sicherlich anstrengendere Wege, um Geld zu verdienen, als durch das Rumsitzen (oder -stehen).

Puppendoktor

Mittlerweile gibt es ganze Ladengeschäfte, die von Puppendoktoren angemietet werden, um alte und kaputte Puppen wieder in Schuss zu bringen. Die Arbeitgeber sind hauptsächlich Museen und private Sammler, die ihren wertvollen Stücken eine Verjüngungskur gönnen. Mit einigem handwerklichen Geschick nähen, flicken und stopfen sie Löcher und reinigen und bemalen die Puppen, damit sie wieder wie neu aussehen und noch lange im Regal des stolzen Besitzers glänzen und strahlen.

Sprecherzieher

Deutschland ist ein Land der unterschiedlichsten Dialekte – die sich untereinander teilweise kaum verstehen. So haben der Friese mit dem Plattdeutschen und der Bayer sicher die größten Verständnisschwierigkeiten – gäbe es da nicht den Sprecherzieher, der den Menschen ein einwandfreies Hochdeutsch beibringt, wenn der sympathische Dialekt gerade fehl am Platz ist. Neben dem Training zum dialektfreien Deutsch kümmert sich der Profi um eine klare und deutliche Aussprache.

Shout-Coach

https://www.youtube.com/watch?v=fuIIaq9TSUU

Shouten nennt sich der „Gesang“ im Hardcore und einigen Spielarten der Metal-Musik. Für Laien wirkt das Gebrüll mit Tendenzen zum unverständlichen Gegrunze etwas befremdlich – gehört jedoch seit Anbeginn zu dieser Musik. Die Vermittlung der richtigen Technik und Atmung hat nun ein Gesangslehrer aus Aachen zu seiner Einnahmequelle gemacht. Der Profi verdient sein Geld damit, künftigen Rockstars in spe zu zeigen, wie sie die Laute möglichst unfallfrei mit einem langen Atem aus sich heraus schreien können.

Schlussmacher

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Wer sich das unangenehme Gespräch zur Beendung einer Beziehung sparen möchte, engagiert einen Schlussmacher. Quelle: www.fotolia.com © romankosolapov # 129723501

Matthias Schweighöfer hat in seinem gleichnamigen Film den Schlussmacher als das passende Gegenstück zum Date-Doktor ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Was zunächst doch sehr befremdlich wirkt, gibt es auch im wahren Leben. Eine Agentur übernimmt die Trennung für Menschen, die nicht weiter mit ihrem Partner zusammen sein möchten.

Sprengmeister

Sprengmeister kommen in unterschiedlichen Aufgabenbereichen zum Einsatz: Manchmal geht es darum, in Steinbrüchen Feldbrocken zum weiteren Rohstoff-Abbau wegzusprengen, manchmal treten sie im Rahmen der Kampfmittelbeseitigung an, um Blindgänger oder andere Elemente gezielt zu sprengen. Besonders bekannt sind die Sprengberechtigten, wie die Sprengmeister offiziell heißen, durch die punktgenaue Sprengung von Gebäuden. Vor allem in dicht bebauten Gebieten muss alles nach Plan verlaufen, ein Haus darf nicht unkontrolliert einfach umlaufen. Die notwendigen Kenntnisse, wie das ordnungsgemäß abläuft, kann man berufsbegleitend in der Dresdener Sprengschule, der Steinbruch-Berufsgenossenschaft in Langenhagen oder der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft erlernen.

Tatort-Fotograf

Der Tatort-Fotograf taucht in fast jedem Krimi am Ort des Verbrechens auf. Während andere professionellen Fotografen romantische Naturfotos oder Hochzeiten ablichten, widmet sich diese Spezies der dunklen Seite: Am Ort eines Verbrechens fotografiert er alle Spuren und Hinweise, die zur späteren Aufklärung beitragen können. Im Zuge der Beweissicherung ist er einer der ersten am Tatort, die Schuhspuren, Patronenhülsen und Tatwaffen auf einem Bild festhalten, bevor andere Personen die Fundstücke anfassen und bewegen dürfen.

Unterwasser-Schweißer

Der Beruf des Schweißers ist den meisten wohl bekannt: Unter großer Hitzeeinwirkung und mit mächtig viel Funkenschlag verbindet er Metallteile. Doch was, wenn die zu schweißenden Stellen unter der Wasseroberfläche liegen? Auch hier kann man Schweißen – an Schiffsrümpfen, Hafenanlagen, Bohrinseln oder anderen Unterwasser-Anlagen. Schweißer, die eine Zusatz-Ausbildung als Berufstaucher haben, können sich beispielsweise bei der „Schweißtechnischen Lehr- und Versuchsanstalt“ in Hannover zu einem dreiwöchigen Fortbildungs-Kurs anmelden.

Warm-Upper

Jede Fernsehshow hat sie, kaum einer sieht sie – die Warm-Upper. Es ist kein Zufall, dass das Publikum in Fernsehshows zu bestimmten Zeitpunkten frenetisch applaudiert oder wie auf Kommando in Gelächter ausbricht. Warm-Upper heben die Laune des Publikums bereits vor der Show – mit Witzen, Spielen und Trainings zum richtigen Applaus. So kann während der Sendung kaum etwas anbrennen. Gefragt sind hier richtige Entertainer, die keine Angst davor haben, sich vor einer größeren Menschenmenge zum Affen zu machen.

Weitere ungewöhnliche Berufe

Die Liste ungewöhnlicher Berufe ließe sich noch beliebig fortführen – zumal einige Jobs nur sehr subjektiv skurril anmuten. Wenngleich unsere Liste so manchen Studentenjob beinhaltet, so gibt es noch zahlreiche Ausbildungsberufe, die durchaus in die Kategorie seltener oder ungewöhnlicher Berufe passen:

  • Buchbinder
  • Bestattungsfachkraft
  • Brauer
  • Holzblasinstrumentenmacher
  • Musicaldarsteller
  • Gerber
  • Diamantschleifer
  • Thermometermacher
  • Destillateur
  • Vergolder

Und in anderen Ländern?

Außergewöhnliche Jobs gibt es nicht nur in Deutschland. Überall auf der Welt finden sich skurrile Möglichkeiten, um Geld zu verdienen.

In der Hauptstadt Indonesiens, Jakarta, wohnen etwa zehn Millionen Menschen. Spätestens zur Rush Hour sind stark verstopfte Straßen und Abgase ein großes Problem. Um das Problem zumindest etwas einzudämmen, gibt es die Regel, dass Autos mindestens mit drei Insassen gefüllt sein müssen, um fahren zu dürfen. Da das aber nicht immer ohne Nachhilfe funktioniert, hat sich daraus ein komplettes Geschäftsfeld entwickelt: Menschen bieten inzwischen ihre Dienste als Mitfahrer an, um die Autos zu füllen.

So manch große Hotelanlage in der Südsee möchte nicht auf das exotische Flair der Kokosnuss-Palmen verzichten. Doch ist es nicht ungefährlich, wenn eine Kokosnuss vom Baum fällt und einen Menschen trifft. Deshalb sind einige Hotels inzwischen dazu über gegangen, einen Mitarbeiter zu beschäftigen, der mehrmals täglich auf die Palmen steigt und lockere Nüsse entfernt, damit sie sicher auf dem Boden landen.

Gesellige Menschen sind in Tokio besonders gut aufgehoben. Hier stehen Menschen in Uniformen an den U-Bahnen, deren Aufgabe es ist, als Oshiya (Zug-Drücker) Menschen in die Bahn drücken. Zu Stoßzeiten passen damit mindestens 30 Menschen mehr in die Bahn als eigentlich reinpassen – während die Zugdrücker auf dem leeren Bahnsteig auf die nächsten Bahn warten.

Einige englische Grafschaften haben Schwan-Zähler beauftragt, die sich gleichzeitig um das Wohl der Tiere kümmern und die edlen Tiere auf Verletzungen untersuchen. Übrigens kein Job, den es ausschließlich im Ausland gibt: Auch Hamburg hat einen offiziellen Schwanenbeauftragten, der für das Wohl der Tiere sorgt, sie im Winter in das Winterquartier und im Frühjahr zurück an die Alster bringt.

Die Niederlande sind bekannt für ihre Drahtesel, genauso wie für die Kanäle und Grachten. Was manchmal eine ungünstige Kombination zu sein scheint – rund 15.000 Fahrräder holen professionelle Fahrrad-Angler jedes Jahr mit einem Kranschiff aus dem Wasser.

Fazit

Die Liste der außergewöhnlichen Berufe ist lang. Wer einen Beruf anstrebt, der regelmäßig für Staunen und interessiertes Nachfragen sorgt, findet sicherlich etwas, das zu seinen ganz persönlichen Fertigkeiten und Interessen passt – ohne dafür um die halbe Welt reisen zu müssen. Dank des Mindestlohns lässt sich dabei mit jedem noch so skurrilen Job auch mindestens ein Grundgehalt verdienen.