Umkreis
10 km





Erweiterte Suche:
Hilfe-Button
Platzhalter-Suche für den Namen des Arbeitgebers. Beispiel: "meier" findet "Fritz Meier GmbH & Co. KG"

Gehaltsverhandlung –
wie hole ich das Beste aus einer Verhandlungssituation heraus?

Gehaltsverhandlung

Verhandlungen um das Gehalt enden nicht beim Vorstellungsgespräch, auch im Laufe der Mitarbeit steht dieses Gespräch alle Jahre wieder an, wenn man finanziell nicht auf der Stelle treten möchte. Doch dieses Gespräch ist den meisten Angestellten unangenehm. Man hat Angst zurückgewiesen zu werden oder schlimmer noch – deutlich gesagt zu bekommen, dass man die qualitativen Anforderungen für eine Gehaltserhöhung nicht gut genug macht. Es gibt aber einige rhetorische Kniffe sowie psychologische Tricks, die man sich für ein solches Gespräch mit dem Chef aneignen kann, um möglichst effektiv und überzeugend zu argumentieren.

Eigene Leistung selbstkritisch einschätzen:

Vorab sollte man sich überlegen, worin die eigenen Stärken für das Unternehmen liegen. Die geleistete Arbeit belegen oder quantifizieren zu können, hilft natürlich enorm bei dem Verhandlungsgespräch. Zudem sollte man wissen, welche Erhöhung man anstrebt und welche man unter realistischen Gesichtspunkten zu erwarten ist. Dabei spielen Dinge wie Unternehmensgröße, Standort, aber auch Ausbildung und Erfahrung eine Rolle. Sie sollten sich also fragen, ob ihre designierten 20 Prozent mehr Gehalt wirklich gerechtfertigt sind oder eher einem Wunschdenken entspringen. Als kleiner Anhaltspunkt könnte eine Studie zum Einfluss von Gehalt auf die Mitarbeitermotivation dienen: erst ab sieben Prozent mehr Gehalt ist man wirklich zufrieden und fühlt sich in seiner Arbeit gewürdigt.

Verhandlungstricks und Psychotipps:

Am effektivsten ist es, selbst den ersten Verhandlungszug zu machen und sich eine geeignete  Eingangsformulierung zu überlegen. Zum Beispiel ist es nach der Probezeit sinnvoll, eine Gehaltserhöhung anzufragen und darauf zu verweisen, dass man zur Zufriedenheit gearbeitet hat und nun über die Weiterentwicklung in der Firma – auch in finanzieller Hinsicht – sprechen möchte. Das erste Gegenangebot sollte niemals sofort akzeptiert werden. Ihr Chef hat ja bereits Verhandlungsbereitschaft signalisiert, so dass nun ein gewisser Spielraum vorhanden ist, den Sie nutzen können. Ihre Gehaltsvorstellung sollte zudem immer eine "krumme Zahl" sei. Studien zufolge ist es zum Beispiel lukrativer, 4.250 Euro zu verlangen anstelle von glatten 4.000 Euro. Da meistens in Hunderterschritten gedacht wird, haben Sie mit einem präzisen Betrag bessere Chancen auf einen Verhandlungsspielraum, der sich für Sie positiv auswirkt. Um ans gewünschte Ziel zu kommen, ist es natürlich zudem wichtig, selbstbewusst aufzutreten und rhetorisch zu punkten. Anstelle von einer Gehaltserhöhung zu sprechen, ist es geschickt, stattdessen das Wort Gehaltsanpassung zu verwenden. Dieser psychologische Trick wirkt charmant und deutet an, dass das Gehalt an ihre Leistung angepasst werden muss. Solche vermeintlich kleinen Strategien, die von enormer Wirkung sind, kann man sich leicht aneignen. Geschickte Verhandlungstaktiken und überzeugende Argumentationen findet man in entsprechenden Fachbüchern.

Fazit:

Gutes Verhandeln kann man also erlernen. Wichtig ist nur, sich gut vorzubereiten und einige rhetorische sowie psychologische Tricks zu erlernen – dann klappt es auch mit der Gehaltserhöhung!