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Dauerhafte Anstellung als Ziel: Was Unternehmen für die langfristige Bindung der Generation Y tun

Die Ausbildung oder das Studium abgeschlossen? Dann kann es losgehen mit der Reise durch den Unternehmensdschungel. Da fällt es oft nicht leicht, sich für ein Unternehmen zu entscheiden. Doch um sich für Bewerber interessant zu machen, bieten Firmen so einiges an, um den Wünschen der jungen Arbeitnehmergeneration Y nachzukommen. Denn eine hohe Mitarbeiterfluktuation ist weder für das Unternehmen effizient noch attraktiv für potentielle Arbeitnehmer. Doch wie geht Mitarbeiterbindung und welche Wünsche hat die Generation Y eigentlich?

Recruiting und Mitarbeiterbindung im 21. Jahrhundert

Klar ist, dass Personaler heute wie auch Jahre zuvor bei der Auswahl des passenden Kandidaten auf die „Qualität“ desselben achten. Die Qualitäten lassen sich auf den ersten Blick an einer professionell gestalteten und überzeugenden Bewerbung ablesen. Diese muss mittlerweile nicht mehr zwangsläufig per Post verschickt werden. Internet sei Dank, wird die Bewerbung per E-Mail oder über ein spezielles Online-Bewerbungssystem zugeschickt. So sind die Unterlagen meist in kürzester Zeit beim hoffentlich potentiellen Arbeitgeber – und dann? Dann heißt es erst einmal abwarten. Den Bewerbungsprozess gestalten Firmen oft sehr unterschiedlich. Einige entfernen sich sogar von dem erstem Gespräch in den eigenen Räumlichkeiten. Doch wie kann der moderne Bewerbungsprozess aussehen und was tun Firmen, um Bewerber für sich einzunehmen und sich Spitzenkräfte zu sichern?

Recruiting: Skype-Gespräch oder Videobewerbung

Videobewerbung
Das Bewerbungsgespräch läuft heute oft nicht mehr in den Räumlichkeiten des Unternehmens, sondern auch mal über eine Videobewerbung oder das Skype-Programm. © Photographee.eu / fotolia.com

Einfacher Einstieg in eine Firma über Vitamin B? Natürlich können Kontakte aus Familien- oder Freundeskreis dabei helfen, dafür zu sorgen, dass die Bewerbung oben aufliegt oder ein genauerer Blick darauf geworfen wird. Aber überzeugen muss man die Personaler dennoch ganz allein von seinem Können. Sicherheit geben unter anderem Antworten auf generelle Bewerbungsfragen und überzeugt wird nicht mehr nur über die althergebrachte Bewerbung in Papierform, sondern auch über Online- oder Video-Kanäle. So verlassen sich Firmen nicht mehr länger nur auf die Rekrutierung über eine Stellenanzeige im Wochen- oder Tageblatt. Stellenausschreibungen veröffentlichen Unternehmen zunehmend fast ausschließlich über ihre Homepage, Online-Jobbörsen, Social-Media-Kanäle oder Karriere-Apps.

Ebenso wird die Entscheidung für einen Bewerber nicht mehr zwangsläufig über ein Bewerbungsgespräch beim potentiellen Arbeitgeber abgewickelt. Denn einen ersten Eindruck von Fachwissen, Wortgewandtheit oder Charakter verschaffen sich Firmen über eine Video-Kurzbewerbung oder ein Skype-Gespräch, zu dem nach Prüfung der Unterlagen „eingeladen“ wird. Dies macht zum einen die Personalauswahl der Firmen effizienter und zum anderen sorgen die modernen Prozesse dafür, dass oft lange Anreisen für ein erstes Gespräch erspart bleiben.

Ob Rekrutierung und Auswahl auf dem üblichen Weg der Online-Bewerbung und dem Gespräch vor Ort, oder dem Weg über den Face-to-Face-Kontakt über Kamera oder Video verlaufen, hängt oft mit Firmenphilosophie und Branche zusammen. Wichtig ist jedoch, dass sich Firmen an den Nutzungsgewohnheiten potentieller Arbeitnehmer orientieren. Da die Nutzung sozialer Medien, Videos oder des neusten Smartphones hoch im Kurs steht, kommen eben diese Kanäle zur Rekrutierung und Überzeugung zum Einsatz. So werden auch die Homepages für die unkomplizierte Ansicht auf mobilen Endgeräten konzipiert.

Eingestellt! Und nun? – Bedeutung der Mitarbeiterbindung

Hat man bei einem Skype- oder normalem Bewerbungsgespräch überzeugt, dann flattert meist zeitnah eine Zusage ins Haus und man tritt die Stelle an. Obwohl der erste Tag aufgrund der vielen neuen Eindrücke erst einmal anstrengend ist, sorgen Unternehmen dafür, dass man sich schnell eingliedert und wohlfühlt. Um den Wohlfühlfaktor möglichst dauerhaft aufrecht zu erhalten, werden verschiedene Maßnahmen angewandt. Vor allem die Mitarbeiterführung spielt dabei eine wichtige Rolle, da sie aus Unternehmenssicht für Mitarbeiterbindung sorgt und somit eine hohe Fluktuation vermeidet. Denn, wer möchte bloß eine von vielen Personalnummern sein, die sich nach ein paar Jahren aufgrund schlechter Führungskompetenz wieder nach einer neuen Stelle umsieht?

Genau, dies möchte wohl keiner. Ebenso wie Mitarbeiter profitieren Unternehmen von motivierten und leistungsfähigen Angestellten. Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung stellen deshalb eine Win-win-Situation dar. Doch was gehört zur Mitarbeiterbindung und wie sorgen Unternehmen dafür, dass man motiviert bleibt, Einsatz nicht ungesehen bleibt und man nicht das Handtuch aufgrund schlechter Arbeitsbedingungen wirft? Nachfolgend ein paar wichtige Punkte der Mitarbeiterbindung, die man mittlerweile bei fast jedem Unternehmen antrifft und welche eine angenehme Arbeitsatmosphäre schaffen sollen:

Mitarbeiterführung: „Von oben nach unten“ oder mit Authentizität und Empathie?

Die Kommunikation und die Mitarbeiterführung sind wichtige Bestandteile der Mitarbeiterbindung. Obwohl man in vielen Unternehmen mittlerweile in Projektteams arbeitet und damit zwangsläufig fast tagtäglich ein gemeinsamer Austausch stattfindet, muss die Spitze des Unternehmens immer noch eine gesonderte Rolle in der internen Kommunikation übernehmen. Wobei der Chef längst nicht mehr nur nach dem Motto: „Ich bin hier der Tonangeber und was ich sage ist Gesetz!“ weiterkommt. Beziehungsweise sorgt ein zu autoritärer Ton schnell dafür, dass die Mitarbeiter sich unwohl und bevormundet fühlen.

Klar, Regeln muss es geben, aber auch Freiräume. So besteht moderne Führung aus der Abgabe von Verantwortung und der Fähigkeit sich in Personen hineinversetzen zu können. Natürlich wird immer Leistung gefordert, aber über ein einfaches „Guten Morgen“ mit einem Lächeln auf den Lippen oder der Geburtstagsgratulation freut sich wohl jeder. Das Wissen darüber ist Teil eines mitarbeiterorientierten und mitarbeiterbindenden Führungsstils. Ein generelles Bild des „modernen Führungsstils“ kann jedoch leider nicht gezeichnet werden, da jede Führungskraft wiederum andere spezielle Vorstellungen von effizienter Führung hat. Eine Umfrage zur Führungskultur in Deutschland, gibt einen Überblick über unterschiedliche Ansichtsweisen, die die „5 Führungstypen“ (siehe Seite 12-13 der Umfrage) beschreiben. Zu welchem Typ der Chef nun gehört, kann man vorab leider nicht oder nur kaum ablesen.

Komfort im Arbeitsumfeld und flexible Arbeitszeitregelungen

In der Pause zum Frisör, mit dem firmeneigenen Shuttlebus von der Wohnung bis zum Büro oder in der Relax-Zone zwischendurch einmal kurz ausspannen? Klingt alles gut, aber Realität ist dies nur für Mitarbeiter großer und modern-gestalteter Unternehmen wie Facebook oder Google. Das Konzept eines „Wohlfühl-Arbeitsplatzes mit gewissen Annehmlichkeiten“ kupfern jedoch zunehmend mittelständische Firmen oder Startups ab. Man bekommt zwar immer noch nicht überall eine Massage, aber ein angenehmeres Arbeitsumfeld bewirken bereits ein guter Kaffeevollautomat, ein Wasserspender, ein Pausenraum mit Kicker oder eine ansprechende Bepflanzung.

Die Fürsorge weiten einige Arbeitgeber zudem auf die Familie aus. So kann man immer häufiger Betriebskindergärten oder ein familienfreundliches Arbeitszeitmodell nutzen. Arbeit, Kinderbetreuung und Freizeitgestaltung können vermehrt aufgrund von Zeitmodellen wie Job-Sharing, Homeoffice, Funktionszeit, Vertrauenszeit oder Gleitzeit unkomplizierter unter einen Hut gebracht werden. Flexible Arbeitszeitmodelle kommen vor allem dem Wunsch nach der so genannten „Work-Life-Balance“ nach. Einige Arbeitgeber ermöglichen ihren Mitarbeitern sogar einen Auslandsaufenthalt oder ein Sabbatical, was besonders für junge Arbeitnehmer attraktiv ist und bindet.

„Wir bilden weiter!“ Interessante und effiziente Fortbildungsprogramme

Die heutige Bewerbergeneration legt oft mehr Wert auf Fortbildungen und andere Karriereambitionen als ältere Generationen. Hinzukommt, dass Unternehmen immer mehr Leistung und Einsatz von den Mitarbeitern fordern. Um die gewünschten Anforderungen zu erhalten sowie Mitarbeiter zu motivieren und zu binden, bieten Unternehmen interne oder externe Fortbildungen an. Denn wenn das Gefühl aufkommt, dass in der Firma kein Weiterbildungspotential mehr besteht, sehen sich einige schnell bei anderen Arbeitgebern um, die für sie mehr Chancen versprechen.

All diese Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung sorgen für Identifikation mit dem Unternehmen. Dies ist besonders wichtig, um die Motivation oben zu halten. Frei nach dem Motto: „Ich stehe für die Firma ein und arbeite motiviert mit anderen am gemeinsamen Ziel!“

Die Generation Y: Was sich Einsteiger vom Arbeitgeber wünschen

Generation Y
Der Generation Y wird Technikaffinität nachgesagt. Kein Wunder, denn Smartphone und Social-Media-Aktivitäten gehören zu ihrem Leben dazu. © oneinchpunch / fotolia.com

Die Vielzahl heutiger junger Bewerber wird zur so genannten Generation Y gezählt – darunter fallen die Geburtsjahre von 1980 bis 1995. Vorangegangene Generationen waren unter anderem die Baby-Boomer und die Generation X. Für die Generation Y werden häufig synonym die Bezeichnungen Digital Natives oder Millenials verwendet. Der Y-Generation wird vor allem zugeschrieben, besonders technikaffin zu sein. Was nicht zuletzt daran liegt, dass diese Jahrgänge sozusagen mit dem Internet und den daraus resultierenden sozialen Plattformen wie Facebook, Instagram oder YouTube aufgewachsen sind. Über die Technikaffinität hinaus werden dieser Generation häufig noch weitere Merkmale zugeschrieben:

  • Sozialer Status ist nicht so wichtig wie der Spaß an der Arbeit oder die Selbstverwirklichung.
  • Generelle optimistische Lebenseinstellung.
  • Der Wunsch nach einem guten Bildungsabschluss.
  • Eine ausgeglichene Lebensführung: Work-Life-Balance.
  • Häufige Nutzung von sozialen Medien und dem Internet.
  • Ablehnung streng hierarchischer Ordnungen unter anderem zwischen Chef und Mitarbeitern.
  • Setzen auf ehrliches und zeitnahes Feedback.

Zwei zugeschriebene Merkmale dieser Generation sind zwar der Wunsch nach Selbstverwirklichung und nach Spaß im Leben, aber dennoch pflegen die Bewerber aus den Geburtsjahren von 1980 bis 1995 einen hohen Sinn für ihren Arbeitserfolg. Sie versuchen Althergebrachtes aufzubrechen und wollen sich keinen starren Mustern anpassen, sondern in einem gewissen Maß flexibel und selbstbestimmt handeln. So muss der Arbeitgeber auf verschiedenen Ebenen attraktiv sein, besonders wichtig sind dabei Punkte wie flexible Arbeitszeiten, unbefristete Arbeitsverträge oder sonstige Zusatzleistungen, die die Arbeit mit Familien- und Freizeitleben vereinbaren lassen. Sicherlich können die Kennzeichen – wie so häufig – nicht generalisiert werden. So hat eine Studie von Kienbaum die Generation Y noch etwas genauer unter die Lupe genommen und vier Typen identifiziert:

Was können Einsteiger von Unternehmen erwarten?

Junge Bewerber, die meist der Generation Y angehören, wünschen sich flexible Strukturen, die Zuteilung von Verantwortungsbereichen, Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie eine angenehme Arbeitsatmosphäre ohne zu strenge Hierarchien. Aber wie kommen Unternehmen diesen Wünschen im Speziellen innerhalb der Maßnahmen, der bereits erwähnten Mitarbeiterbindung nach?

Familienfreundlichkeit und Work-Life-Balance

Ein ausgeglichenes Leben, das alles möglichst ohne Stress unter einen Hut bringen lässt. Dies ist innerhalb der so genannten Leistungsgesellschaft nicht immer einfach realisierbar. Vor allem, wenn man früher oder später eine Familie gründet und dennoch arbeiten gehen möchte. Klar, können Erledigungen auf das Wochenende verschoben oder das Kind bei Oma und Opa zum Sitten abgegeben werden. Jedoch hat der Arzt oft nur unter der Woche Sprechzeit und die Verwandtschaft ist beschäftigt. Arbeitgeber entlasten ihre Mitarbeiter zunehmend – und zwar über die flexiblen Arbeitszeitmodelle hinaus.

Familiäre Unterstützung: Flying Nannies, Betriebskindergärten und Co.

Gleitzeiten ermöglichen zwar bereits mehr Freiraum und das flexiblere Regeln familiärer Angelegenheiten, aber einige Arbeitgeber setzen noch eine Schippe obendrauf und verfügen unter anderem über Betriebskindergärten, die oft nahe zur Arbeitsstelle liegen. So können Kinder unkompliziert untergebracht und diese zwischendurch oder in der Pause besucht werden. Einige bieten sogar Flying Nannies, die sich um die Kleinsten kümmern. Diese „fliegenden Kinderbetreuerinnen“ werden von einigen Unternehmen über Agenturen engagiert. Wenn ein Mitarbeiter aufgrund eines Meetings oder während der Urlaubszeit des Kindergartens keine Möglichkeit hat, sein Kind unterzubringen, dann kann dieser eine Flying Nanny in Anspruch nehmen – und zwar kostenlos.

Die Nannys betreuen Kinder zudem auf Betriebsreisen. Die Betreuung findet in der Wohnung des Mitarbeiters oder intern in unternehmenseigenen Räumen statt. Die Nannys kommen aus den unterschiedlichsten Berufszweigen, sind männlich oder weiblich und stammen aus verschiedenen Altersklassen. Sie haben jedoch immer Erfahrungen im Bereich Kinder- und Jugendarbeit, einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert und tragen mit Spielzeugen und Malwerkzeug dafür Sorge, dass es den Kindern während der Abwesenheit ihrer Eltern nicht langweilig wird. Diese Angebote sorgen ebenso wie Betriebsausflüge mit Kind und Kegel für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, deren Ermöglichung zu den betrieblichen Leistungen von Unternehmen mittlerweile dazugehört. Unterstützung gibt es in vielen Firmen zudem, wenn ein Familienmitglied Pflege benötigt. Dann werden gemeinsam Betreuungsmöglichkeiten gesucht, falls der Mitarbeiter nicht in der Lage ist, sein Familienmitglied als pflegender Angehöriger zu betreuen. Einige Firmen erarbeiten mit Experten sogar ein spezielles Konzept, das die Familienfreundlichkeit dauerhaft gewährleistet und verbessert. Die vereinbarten Inhalte der Auditierung für Familienfreundlichkeit werden überprüft und danach handelnde Unternehmen mit dem Qualitätssigel „audit berufundfamilie“ ausgezeichnet.

Die Firmenphilosophie wird über mehrere Jahre von unabhängigen Auditoren hinsichtlich ihrer Familienfreundlichkeit untersucht. Die Auszeichnung ist ein weiterer Punkt, der den Wunsch der Bewerbergeneration Y nach einer Work-Life-Balance, erfüllt. Dass Familienfreundlichkeit zunehmend wichtiger wird, bestätigen auch die Ergebnisse des „Unternehmensmonitors Familienfreundlichkeit 2016“ vom Bundesfamilienministerium. Einige Ergebnisse des Monitors zeigen, dass 92 Prozent der befragten Unternehmen und 96 Prozent der befragten Angestellten dem unternehmerischen Einsatz für Familien – vor allem für Kinder und pflegende Angehörige – einen großen Wert beimessen.

Gesundheit: Autogenes Training oder Zeitmanagementkurse

Frau beim Yoga im Büro
Sich eine Auszeit nehmen: 5-Minuten-Mediation können während der Arbeit bereits für Entspannung sorgen. Einige Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern sogar spezielles Business-Yoga an. © contrastwerkstatt / fotolia.com

Neben dem Familienbewusstsein ist die junge Generation zudem meist von höherem Gesundheitsbewusstsein geprägt als vorangegangene Generationen – nicht zuletzt aufgrund des demographischen Wandels. Die Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung sind je nach Ausrichtung und Größe der Firma sehr unterschiedlich. Gewisse betriebliche Fördermaßnahmen können Unternehmen bis zu einer Grenze von 500 Euro steuerfrei absetzen. Dieser Freibetrag bezieht sich immer auf ein Beschäftigungsverhältnis – das heißt, wenn der Arbeitgeber in einem Jahr mehrmals gewechselt wird, hat man je Arbeitgeber für die jeweiligen betrieblichen Gesundheitsförderungsmaßnahmen Anspruch auf einen Freibetrag von 500 Euro. Egal, ob es sich um Check-ups für die physische Gesundheit oder Business-Yoga, autogenes Training sowie Zeitmanagementkurse für die psychische Gesundheit handelt.

Umzug: Unterstützung beim Wohnsitzwechsel

Für den neuen Job in eine andere Stadt ziehen? Dies ist natürlich neben all der Freude über die Arbeitsstelle oft ein Stressfaktor. Familie und Freunde packen gerne mit an, aber wie sieht es mit der Unterstützung von Unternehmensseite aus? Zunächst einmal ist kein Arbeitgeber dazu verpflichtet, Umzugskosten zu tragen. Jedoch haben gerade große Unternehmen häufig Verträge mit Umzugs- oder Logistikfirmen vereinbart, durch die oft auch Mitarbeiter Sonderkonditionen in Anspruch nehmen können. In einigen Fällen gibt es sogar einen Zuschuss für die Umzugskosten. In der Regel sind die Beteiligungen Verhandlungssache, wobei es dabei gerade Einsteiger schwierig haben. Aber das Argument, dass sich ein Umzug, welcher sich aufgrund von mangelnder finanzieller und logistischer Hilfe in die Länge ziehen kann, den Einstieg erschwert, ist wohl für die meisten Arbeitgeber nachvollziehbar.

Karriere vorantreiben: Hilfen für den Weg an die „Spitze“

Ausbildung in der Tasche, aber hat man wirklich ausgelernt? Dies ist oft nicht mehr die Frage, denn junge Leute sind in die Leistungsgesellschaft hineingewachsen und das so genannte „lebenslange Lernen“ ist Teil derselben. Davon abgesehen sind besonders junge Arbeitnehmer oft darauf aus, Karriere zu machen oder Verantwortung übertragen zu bekommen. Insbesondere da eine Stelle meist mit dem Ziel einer längerfristigen Beschäftigung angetreten wird. Damit man für die Firma ein wichtiges Mitglied mit Fachkompetenz und das Unternehmen für einen interessant bleibt, bieten Arbeitgeber diverse Fortbildungsmöglichkeiten an. Große Firmen betreiben sogar häufig ein eigenes Ausbildungsinstitut. Abgesehen von der Unternehmensgröße sind Online-Lerndienste besonders beliebt. Was nicht zuletzt dem Gros der technikaffinen und auf Social-Media-Kanälen aktiven Generation Y entgegenkommt. Fortbildungen finden in e-Seminaren über Skype oder über ein Online-Tool, welches auch Zuhause auf Smartphone und Tablet zu öffnen ist, statt. Fortbildungen finden zudem intern durch das Anlernen von Kollegen statt. Entweder über einen Mentor – der Erfahrenere lernt den Unerfahrenen an – oder einen internen Trainer, der die firmeninternen Abläufe kennt und seine Kollegen zeitweise durch Seminaren und im Tagesgeschäft unterstützt.

Wohlbefinden am Arbeitsplatz: Spaß an der Arbeit und kollegialer Umgang

Selbstverständlich musst man seine Arbeit ernst nehmen und konzentriert erledigen. Ein kurzer Plausch unter Kollegen ist zwar nicht immer möglich, aber dennoch hilft es persönlich und der Arbeitsweise, wenn man mit anderen Mitarbeitern zurechtkommt.

Der Feelgood Manager als Stimmungsaufheller

Über die Wirkung einer positiven und kollegialen Arbeitsatmosphäre wissen die Chefs. Sie sorgen sich häufig sogar bereits um so genannte Feelgood Manager. Wie der Name bereits verrät besteht die Aufgabe des Feelgood Mangers darin, gute Stimmung zu bewirken. Wobei er keineswegs ein Partylöwe ist, der auf den Tischen tanzt oder zum verfrühten Feierabend überredet. Die Bestandteile eines innerbetrieblichen Feelgood Managements bestehen vielmehr aus der Verbesserung des Zusammenhalts, der Mitarbeiteridentifikation mit dem Unternehmen oder der Kommunikationsabläufe. Diese Dinge unterstützen den kollegialen Austausch und für Teambuilding und Spaß außerhalb der Arbeitszeit organisieren die Feelgood Manager ab und an ein Teamevent.

Kostenlose Getränke, Sportfeste und der Kicker im Büro

Gratis Wasser und Kaffee: Dies klingt wohl für die meisten zunächst einmal gut, aber ob der Arbeitgeber kostenlose Getränke zur Verfügung stellt, ist ganz alleine seine Entscheidung. Ausnahmen bilden nur so genannte Hitzetätigkeiten, bei denen es durch körperliche Arbeit und möglicherweise eine zusätzliche Schutzbekleidung zur starken Körpererwärmung kommt. Jedoch gehört jedenfalls der Kaffeeautomat oder ein Wasserspender mittlerweile nicht nur auf der Baustelle, sondern zudem im Büro zur Grundausstattung. Nach Nutzung gibt jeder dann meist ein paar Eurostücke in die Kaffeekasse. Kostenlose Verpflegung bekommt man aber in jedem Fall auf den Betriebsfeiern sowie internen Sportfesten. Dort gibt es oft sogar ein Rahmenprogramm mit Unterhaltungskünstler oder speziellen Teamaktionen.

Was motiviert und bindet...

Fazit

„Bleiben Sie doch!“ oder „Hier möchte ich dauerhaft arbeiten!“: Um Fachkräfte zu binden, machen Unternehmen mittlerweile einiges – und vor allem richten sie sich nach den Bedürfnissen der heutigen Generation Y, damit sich diese wohlfühlen. Die Maßnahmen pro Mitarbeiter haben alle ein gemeinsames Ziel: Mitarbeiterbindung. Da die Generation Y generell nach einer Work-Life-Balance strebt, die möglichst ein gesundheitsbewusstes Leben ermöglicht, sind Maßnahmen im Bereich Familienfreundlichkeit und Gesundheitsmanagement besonders wichtige Pfeiler der Unternehmensführung. Firmen stellen kostenlos Flying Nannies zur Kinderbetreuung oder sorgen mit dem Yoga-Programm nach Feierabend für Ausgleich von Körper und Geist. Neben dem Wunsch nach Gesundheits- und Familienförderung möchte die junge Generation aus dem Social-Media Zeitalter ihre eigenen Wünsche verwirklichen, Verantwortung übernehmen und sich weiterbilden, um höheres zu erreichen – und das alles mit Spaß an der Arbeit. So bieten Unternehmen zunehmend Online-Seminare über Skype, Firmenevents oder Projektarbeit an.

Bilder:

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